Gemeinschaftsstände gehören zu den anspruchsvollsten Formaten im Messebau. Unterschiedliche Unternehmen, Technologien und Exponate treffen auf begrenztem Raum aufeinander und müssen so inszeniert werden, dass ein klar verständliches Gesamtbild entsteht – inhaltlich wie gestalterisch. Gleichzeitig gilt es, die teils sehr unterschiedlichen technischen Anforderungen der einzelnen Aussteller präzise in die Standumsetzung zu integrieren, ohne die Klarheit oder Wirkung des Gesamtauftrittes zu beeinträchtigen.
Genau in diesem Spannungsfeld entstehen Projekte, die mehr erfordern als klassische Flächenplanung. Beim VDMA auf der IFAT Munich wird dieser Anspruch bereits seit mehreren Jahren gemeinsam für die Fachverbände Abfall- und Recyclingtechnik, Allgemeine Lufttechnik, Armaturen, Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Pumpen+Systeme und Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate mit ISINGERMERZ umgesetzt – 2026 bereits zum dritten Mal in Folge. Auf 270 m² entstand erneut ein gemeinsamer Messeauftritt verschiedener Fachverbände. Im Fokus stand in diesem Jahr das Thema Textil-Recycling.
Beratung als entscheidender Erfolgsfaktor
Der Projektstart erfolgte wie gewohnt über einen intensiven Workshop in Wiesbaden. Gerade bei komplexen Gemeinschaftsständen zeigt sich früh, ob ein Projekt nur organisiert oder wirklich konzeptionell geführt wird. Im direkten Austausch auf Augenhöhe wurden Inhalte priorisiert, technische Anforderungen konkretisiert und erste räumliche Strukturen entwickelt.
Dieser Prozess ist zentral für das Ergebnis: Nicht ein vorgefertigtes Standkonzept bildet den Ausgangspunkt, sondern eine gemeinsam entwickelte Lösung, die Inhalte, Technik und Markenlogik von Beginn an miteinander verzahnt.
Struktur statt Überlagerung
Die zentrale Herausforderung bestand darin, eine Vielzahl an Themen, Exponaten und Fachverbänden nicht einfach nebeneinander zu platzieren, sondern in eine klare räumliche und inhaltliche Struktur zu überführen. Ziel war es, Orientierung zu schaffen – sowohl für Besucher*innen als auch für die Kommunikation der Aussteller.
Dafür mussten unterschiedlichste Anforderungen zusammengebracht werden: klassischer Podestbau, Schwerlastintegration im Bodenaufbau sowie interaktive Präsentationsflächen. Ein Beispiel ist die Scanner-Wand zur Analyse von Textilzusammensetzungen direkt am Stand. Ergänzend wurden Exponate der beteiligten Unternehmen so integriert, dass sie als Teil eines übergeordneten Systems wirkten und nicht als isolierte Einzelobjekte.
Alle Elemente wurden im neuen Corporate Design des VDMA zusammengeführt und in eine konsistente räumliche Logik übersetzt.
Technik als Teil der Inszenierung
Ein prägendes Gestaltungselement waren abgehängte Mesh-LED-Flächen, die die beiden Leitthemen Recycling und Wasser visuell miteinander verbanden und gleichzeitig die räumliche Struktur des Standes unterstützten. Technik wurde dabei nicht additiv eingesetzt, sondern als integraler Bestandteil der Besucherführung verstanden.
Die modulare ISI-Design-Systematik bildete die Grundlage, um diese hohe inhaltliche und technische Komplexität flexibel, skalierbar und präzise umzusetzen – bei gleichzeitiger Wahrung eines klaren gestalterischen Gesamtbildes.
Fazit – warum das für Aussteller entscheidend ist
Der VDMA-Auftritt auf der IFAT Munich zeigt exemplarisch, worauf es im modernen Messebau ankommt: Nicht die Menge an Exponaten entscheidet über die Wirkung, sondern deren intelligente Strukturierung und Einbindung in ein verständliches Gesamtsystem.
Gerade für Unternehmen, die auf Gemeinschaftsständen oder komplexen Messeflächen auftreten, wird dieser Aspekt zum entscheidenden Erfolgsfaktor: Inhalte müssen nicht nur präsentiert, sondern übersetzt werden – in Raum, Struktur und ein Besuchererlebnis.
Genau hier setzt ISINGERMERZ an: mit einem Ansatz, der Beratung, Gestaltung und technische Umsetzung konsequent verbindet – und aus komplexen Anforderungen klare, funktionierende Messeauftritte entwickelt.