Messebau praktisch: "Im Untergrund"

Messebau praktisch: "Im Untergrund"

Wie ein Messestand geschrubbt und gelackt aussieht weiß eigentlich jeder und das wollen wir deshalb nicht immer wieder vorführen. Heute gehen wir in den "Untergrund". Noch mal DKM, 330 Quadratmeter Bestlage, Stunde Null und eine Mission: Das Isinger + Merz-Montageteam hat in komprimierter Zeit einen zweigeschossigen Stand zu errichten; mit viel Technik und außerge-wöhnlichen statischen Herausforderungen.

 

Eine solide Basis ist unverzichtbar: Der „Hebeboden“ ist die konstruktive Grundlage, damit alles dorthin kommt, wo es gebraucht wird. Elektro-, Wasser- und Datenanschlüsse stehen in der Halle stets nur an bestimmten Punkten zur Verfügung und müssen überirdisch weiterverteilt werden. Zuverlässiges Kabelmanagement ist Pflicht, weil jeder Irrtum später nicht mehr zu korrigieren ist. Gegen Kabelbrüche werden Datenleitungen zur Sicherheit sogar in doppelter Anzahl verlegt.

 

Eine ganze Menge ist da unterzubringen, aber der doppelte Boden ist bei den oft katastrophalen und schrägen Hallenböden auch die Grundvoraussetzung, dass der Stand überhaupt gerade steht. Er wird dafür per Lasermessung millimetergenau nivelliert. Auch der jetzt regelmäßig geforderte Standsicherheitsnachweis für schlanke, hohe Wandkonstruktionen oder kritische Gerüste kann durch horizontale Verzweigungen über Stahlbügel unterhalb des Bodens bestens geleistet werden.

 

Oft wird nach dem Sinn gefragt und man muss ja auch die Füße heben; doch der Doppelboden ist alles andere als ein Luxusprodukt. Er macht funktionelles attraktives Bauen meist erst möglich und ist dabei absolut wirtschaftlich.

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